2025/01/10 by Rötger, Helmut
#660
paper · doi:10.34657/16773
Bei Lithium-, Natrium- und Kalium-Silikaten und deren Mischungen werden stets zwei stark ausgeprägte elastische Nachwirkungsmaxima im Temperaturgebiet von -180°C bis +300°C gefunden. Aus ihrer Verlagerung bei verschiedenen Messrelaxationszeiten werden die Aktivierungsenergien der beiden Gruppen ermittelt. Auf Grund von Energie- und Strukturbetrachtungen wird die Hypothese aufgestellt, dass es sich bei der lockeren Gruppe um den Platzwechsel von Alkali-Ionen (R⁺), bei der fester gebundenen Gruppe um den Platzwechsel der neutralen Oxyds R₂O, d.h. um einen "Trennstellenplatzwechsel" handelt. Im Zusammenhang mit Nachwirkungsmessungen wird auf die Bindungsstärke in Silikat- und Boratgläsern eingegangen.