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Menschliche Barrieren bei der Nutzung der Elektronischen Gesundheitsakte ELGA: Eine qualitative Inhaltsanalyse von Stakeholder-Erfahrungen

2025/11/13 by Gregori, Stephanie
Arts and Humanities · Health Professions · #Mobile Health and mHealth Applications #Social Policies and Healthcare Reform #Technology, Environment, Urban Planning

paper · doi:10.60733/pmgr.2025.06

openalex publication_date 2025/11/13 · openalex created_date 2025/11/14 · openalex updated_date 2026/07/01

Abstract

Die Studie legt dar, dass ELGA weniger an der Technik als an menschlichen Barrieren scheitert. Die qualitative Analyse zeigt: Entscheidend für die Nutzung sind laut TAM (Technology Acceptance Model) die wahrgenommene Nützlichkeit und Benutzerfreundlichkeit – beides wird durch Misstrauen, Datenschutzsorgen und geringe digitale Gesundheitskompetenz geschwächt. Ärzt:innen bemängeln eine unzureichende Usability, Mehraufwand und lückenhafte Befunde, Patient:innen kennen Funktionen und Rechte zu wenig, Apotheken stoßen auf Zugriffs- und Prozesshürden. Politische und organisationale Faktoren (föderale Komplexität, fehlende Anreize, unzureichende Kommunikation, schwaches Change-Management) verstärken den Teufelskreis: eine geringe Datenvollständigkeit führt zu einem geringen Nutzen, dieser führt wiederum zu geringer Nutzung. Erfolgshebel liegen daher in transparenter Kommunikation, Kompetenzaufbau, verbindlichen Standards für Datenqualität und integrierter Usability sowie in vertrauensbildenden Maßnahmen. Ein digitales Mindset, digitaler Humanismus und partizipative Entwicklung sind zentral, damit Nutzer:innen einen realen Mehrwert erleben und ELGA ihr Potenzial entfalten kann.

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