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Pferdesegen und Wurmexorzismus oder: Kontingenzbewältigung im Frühmittelalter. Von der heidnisch-germanischen Zauberformel zum christlich-apotropäischen Mikronarrativ

2025/04/10 by Terrahe, Tina

paper · doi:10.25619/bme20254285

Abstract

Althochdeutsche Beschwörungen, Segen und (Zauber-)Sprüche können als Wurzel vernakularer Literatur gelten und verfolgen zugleich apotropäische Ambi­tionen. Mit ihren performativen Handlungsanweisungen und motivischen Topoi changieren sie zwischen Magie, Medizin und Religion. Am Beispiel einiger promi­nenter Pferdesegen und Wurmexorzismen werden zeitweilig sich formierende Mo­tivreihen und Überlieferungsgemeinschaften als ›Temporal Communities‹ darge­stellt und analysiert. Die kodikologischen Befunde geben dabei den Blick frei auf kul­turelle und praxeologische Kontexte, in denen die Sprüche tradiert werden, damit sie ihre Wirkung entfalten und zur Kontingenzbewältigung beitragen.

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