2005/01/01 by Heinz-Herbert Noll, Noll, Heinz-Herbert, Stefan Weick +1
Social Sciences · #Consumer behavior in food and health #Einkommen #Konsum #Lebensstandard #Lebensstil #Strukturwandel #Verbraucher #Verhalten #behavior #consumer #consumption #income #life style #social inequality #soziale Ungleichheit #standard of living #structural change
paper · pdf · doi:10.15464/isi.34.2005.1-5
openalex publication_date 2005/01/01 · openalex created_date 2025/10/10 · openalex updated_date 2026/07/01
Der Konsum von Gütern und Dienstleistungen stellt eine zentrale Quelle für die Wohlfahrt von Personen und Haushalten dar und wird insofern häufig auch als der ultimative Zweck des individuellen wirtschaftlichen Handels betrachtet, ist aber darüber hinaus auch von großer gesamtwirtschaftlicher Bedeutung. Wie die Menschen ihr Einkommen verwenden und ob sie aus ökonomischer Sicht in ausreichendem Maße konsumieren und konsumieren können, ist gerade gegenwärtig Gegenstand wirtschaftspolitischer Kontroversen. Betrachtet man die Konsumausgaben der privaten Haushalte als Ergebnis von Entscheidungen auf der Basis von Bedarf, Präferenzen und limitierten ökonomischen Ressourcen, manifestieren sich darin unterschiedliche Lebensstile, aber insbesondere auch soziale und ökonomische Ungleichheit. Die mit diesem Beitrag verfolgte Perspektive der Analyse von Verbrauchsmustern und -disparitäten zielt darauf ab, den Ansatz der herkömmlichen, primär auf die Analyse von Einkommensungleichheiten konzentrierten Ungleichheitsforschung durch den Blick auf die Ausgaben- und Verwendungsseite zu ergänzen und zu erweitern. Eine derartige Betrachtungsweise erscheint vor allem deshalb geboten, weil sich Einkommen und Ausgaben nur teilweise entsprechen und daraus Konsequenzen für die Beurteilung des Lebensstandards resultieren. Es bietet sich daher ein Untersuchungsdesign an, das beide Perspektiven kombiniert und - wie in dem vorliegenden Beitrag - die Zusammenhänge zwischen Einkommen und Ausgaben untersucht.