2025/03/04 by Kienast, Hermann J.
Agricultural and Biological Sciences · Earth and Planetary Sciences · Engineering · #Building materials and conservation #Civil and Structural Engineering Research #Poros #Samos #Steinbruch #Water management and technologies #Werkzeug #archaische Zeit
paper · doi:10.34780/m706h010
openalex publication_date 2025/03/04 · openalex created_date 2025/12/13 · openalex updated_date 2026/07/01
Unweit westlich der antiken Stadt Samos erstreckt sich über einen Berghang ein weitläufiger Steinbruch; in großen Mengen wurde dort der bei den archaischen Großbauten von Stadt und Heiligtum verwendete Poros gewonnen. Der Stein steht in mächtigen Schichten an, die von der Kuppe zur Ebene hin abfallen; insgesamt sind sieben Abbaustellen zu unterscheiden. Um ein möglichst ökonomisches Arbeiten zu gewährleisten, wurde der Poros in Höhlen gebrochen, deren tiefste rund 100 m in den Berg vorgetrieben ist. Die Abbauarbeiten hatten ihren Anfang auf der Kuppe des Berges und erstreckten sich schließlich über den gesamten Hang. Entsprechende Beobachtungen belegen diesen Ablauf; Werkspuren geben darüber hinaus Einblick in die Abbautechnik. Die entstandenen Höhlen sind gut erhalten; die Poros-Steinbrüche von Samos gehören zu den eindrucksvollsten der archaischen Zeit.