2025/04/15 by Fick, Johanna
#Deutschland #Germany #Interdisziplinarität #Keywords: migration #Ländliche Räume #Projektmanagement #Schlagworte: Migration #interdisciplinarity #project management #rural areas
paper · doi:10.15203/oega_33.17
Der vorliegende Beitrag stellt das Forschungsdesign und die genutzten Instrumente des Projektmanagements im Projekt „Zukunft für Geflüchtete in ländlichen Regionen Deutschlands“ (ZukunftGeflüchtete) vor und diskutiert, inwieweit diese vor dem Hintergrund der Fragestellungen zielführend waren. Das Forschungsdesign kombiniert multiperspektivische Zugänge zum Forschungsgegenstand mit ausgewählten Methoden und Instrumenten des Projektmanagements. Als hilfreich erwiesen sich die Etablierung einer gemeinsamen Sprache durch gemeinsame Definition zentraler Begriffe sowie unterschiedlicher Austauschformate und die gemeinsame Entwicklung von Prozessen zur Qualitätssicherung und Ergebnisvalidierung. Herausforderungen im Projekt waren in Einzelfällen unklare Informationspflichten und aufwendige Abstimmungsprozesse zwischen den Beteiligten sowie unterschiedliche Perspektiven zur Datennutzung nach dem Projektabschluss. Die Bedeutung des Forschungsdatenmanagements wurde unterschätzt. Bei ähnlichen Vorhaben sollte es bereits mit der Antragstellung kontinuierlich thematisiert werden. Darüber hinaus erfordert eine erfolgreiche interdisziplinäre Forschungszusammenarbeit angemessene zeitliche Ressourcen insbesondere für die gemeinsame Synthesearbeit. Diese sind im Projektantrag für alle Beteiligten vorzusehen. Prinzipiell hat sich das entwickelte Forschungsdesign für die Bearbeitung komplexer Fragestellungen – wie die Integration von Geflüchteten in ländlichen Räumen – bewährt und eine erfolgreiche interdisziplinäre Zusammenarbeit von Wissenschaftler*innen und die gemeinsame Erarbeitung der Synthese sowie von Handlungsableitungen unterstützt.