2001/01/01 by Gerhard Behrendt, Behrendt, Gerhard
Economics, Econometrics and Finance · Social Sciences · #378 Hochschulbildung #Balkan and Eastern European Studies #Education Methods and Technologies #International Science and Diplomacy
paper · doi:10.15771/0949-8214_2001_4
openalex publication_date 2001/01/01 · openalex created_date 2025/10/10 · openalex updated_date 2026/07/01
Der Zerfall des multiethnischen Jugoslawien führte zur Neugründung von kleineren Nachfolgestaaten und in der weiteren zeitlichen Folge zu einer Reihe militärischer Konflikte. Die Folgen des Kosovo-Krieges 1999 mit seinen Hunderttausenden von Flüchtlingen, die in den Nachbarstaaten Albanien, Mazedonien, Griechenland und Bulgarien Schutz suchten, die Belastungen dieser Staaten durch die Notwendigkeit, zusätzlich viele Menschen mit allem Erforderlichen zu versorgen, machten die Notwendigkeit der breiten Unterstützung durch die europäische Staatengemeinschaft deutlich. Die schnelle humanitäre Hilfe der EU-Mitgliedstaaten und vor allem der Bundesrepublik Deutschland zeigten aber auch, dass diese Soforthilfe in eine langfristige Unterstützung über die unmittelbare Beseitigung der Folgen von Krieg und Flüchtlingsströmen hinausgehen musste. Anlässlich einer Beratung von Ministern der Republik Mazedonien und des Bundeslandes Brandenburg sowie interessierter Vertreter aus Wirtschaft und Wissenschaft im Brandenburgischen Landtag am 1. Juni 1999 wurde eine engere Zusammenarbeit in der Wirtschaft und beim akademischen Neuaufbau zwischen den Beteiligten vereinbart. In der Folge kam es zu einem ersten Kontakt zur Universität "Sv. Kiril i Metodij" in Skopje , der zentralen Universität der Republik Mazedonien, und im September 1999 zu einem ersten Besuch der Universität durch Vertreter des Landes Brandenburg.