1994/01/01 by Michael Pammer, Pammer, Michael
Social Sciences · #18. Jahrhundert #Age of Enlightenment #Aufklärungszeitalter #Austria #Catholicism #Einstellung #Katholizismus #Kirche #Polish Historical and Cultural Studies #Reform #Reformation #Religion #Religion and Society Interactions #Strukturwandel #Säkularisierung #attitude #church #eighteenth century #reform #reformation #religion #secularization #structural change #Österreich
paper · pdf · doi:10.12759/hsr.19.1994.4.4-25
openalex publication_date 1994/01/01 · openalex created_date 2025/10/10 · openalex updated_date 2026/07/28
Zwischen 1750 und 1790 versuchten Maria Theresia und Joseph II. das religiöse Leben des Habsburger Landes von der traditionellen barocken Frömmigkeit in einen reformierten Katholizismus zu transformieren. Der vorliegende Beitrag untersucht die Reaktionen der Bevölkerung auf diese administrativ eingeleitete Kirchenreform und ihre ideologischen Elemente. Als Datenbasis zur Erfassung der Volksfrömmigkeit dienen Testamente. Die Interpretation der multivariaten Analyse zeigt, daß es zwischen 1770 und 1790 zu hoch signifikanten religösen Einstellungsänderungen gekommen ist. Der Mentalitätswandel wird nicht einfach aus dem Prozeß der Säkularisierung bzw. dem 'Absinken' des aufgeklärten Bewußtseins der Eliten in die Massen erklärt, sondern als autonomer Prozeß der 'Debarockisierung' des einst führenden Landes der Gegenreformation.