1983/01/01 by Frank R. Pfetsch, Pfetsch, Frank R.
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paper · pdf · doi:10.12759/hsr.8.1983.4.3-29
openalex publication_date 1983/01/01 · openalex created_date 2025/10/10 · openalex updated_date 2026/07/28
Ausgehend davon, daß der Staatshaushalt als ein Dokument der Präferenzordnung der Regierungspolitik angesehen werden kann, d.h. daß die Prioritäten einer Politik an den Finanzströmen abgelesen werden können, wird in dem Beitrag die Entwicklung der staatlichen Wissenschafts-Ausgaben in Deutschland von 1870 bis 1975 analysiert. Dazu wird zunächst die Entwicklung der Staatsquote der Struktur des Staatshaushalts dargestellt, der eine empirische Beschreibung des Gesamtverlaufs der Wissenschaftsausgaben von Bund und Ländern folgt. Es wird eine Aufschlüsselung der in der säkular Entwicklung exponentiell gestiegenen Wissenschaftsausgaben vorgenommen, die eine Identifizierung der Determinantenbereiche ermöglicht: (1) Die Ressortierung von Wissenschaftsaktivitäten; (2) Institutionen der Wissenschaft; (3) Funktionsbereiche; (4) Disziplinengruppen im außeruniversitären Wissenschaftsbereich; (5) wissenschaftliche Aktivitäten; (6) Wissenschaftsziele; (7) Gruppierung nach nationaler und internationaler Orientierung. Die Analyse kommt zu dem Ergebnis, daß verschiedene Faktoren, die auch unterschiedlich zum Tragen kommen, die Wissenschaftsausgaben beeinflussen.