2024/07/05 by Heiko Laß, Laß, Heiko
Arts and Humanities · #Architektur (DDC 720) #Drucke (DDC 760) #Elephantenorden #Festarchitektur #Festbericht #Grafische Verfahren #Handschriften #Heinrich von Sachsen-Römhild #Marie Elisabeth von Hessen-Darmstadt #Medieval European History and Architecture #Mertzelbach #Römhild #Sachsen-Römhild #ephemere Architektur #seltene Bücher (DDC 090)
paper · doi:10.60857/archimaera.2010.55-71
openalex publication_date 2024/07/05 · openalex created_date 2025/10/10 · openalex updated_date 2026/07/15
Die 1700 erschienene Fürstliche Bau-Lust des Herzogs Heinrich von Sachsen-Römhild (1650-1710) dokumentiert in Wort und Bild systematisch die von 1692 bis 1698 in der Residenz und ihrem näheren Umfeld errichteten Festarchitekturen und Lustbauten des Herzogs. Es ist bislang das einzig bekannt gewordene Werk seiner Art, da es sowohl auf Veranlassung des Bauherrn erschien, der zudem als Autor fungiert, als auch ausschließlich die ephemere Architektur und nicht auf das Fest selbst fokussiert. Die Bandbreite der Festbauten reicht von floralen Raumausstattungen bis hin zu mehrere Gebäude umfassenden eigenständigen architektonischen Komplexen. Architektur und Ausstattung werden ausführlich beschrieben und in Kupferstichen gezeigt. Dabei wird klar, inwiefern Festarchitekturen formal von Festanlässen abhängig sind. Ebenfalls wird deutlich, dass nicht die Architektur selbst, sondern ihre Ausstattung entscheidend für eine spezifische Aussage ist. Die einzelnen Elemente werden dabei je nach Anlass abgewandelt und immer wieder aufs Neue verwendet.