vix.ing · top · new · best · stats · spec

Inbetriebnahme einer Präzisions-Apparatur für Wärmeübergangsmessungen beim Sieden reiner Stoffe und Nachrüstung für Stoffgemische : Teil 1

1998/01/01 by Josef Schmadl, Schmadl, Josef, Peter lgnaszewski +1
Engineering · #620 Ingenieurwissenschaften und zugeordnete Tätigkeiten #Advanced Control Systems Optimization #Fuel Cells and Related Materials #Process Optimization and Integration

paper · doi:10.15771/0949-8214_1998_2_22

openalex publication_date 1998/01/01 · openalex created_date 2025/10/10 · openalex updated_date 2026/07/01

Abstract

Das Sieden ist eine bevorzugte Form der Wärmeübertragung in der konventionellen und nuklearen Kraftwerktechnik, aber auch in vielen Anwendungen prozeßtechnischer Industriebranchen, z. B. chemische Siedereaktoren, lebensmitteltechnische Eindampfprozesse oder Erdöldestillationen, weil sich dabei vergleichsweise zur Wärmeübertragung ohne Änderung des Aggregatzustandes viel höhere Wärmestromdichten erzielen lassen. Schlüsselgröße für die verfahrenstechnische Auslegung von Verdampfern im Apparatebau und auch für die Beurteilung und Optimierung der Verdampferleistung im Betrieb ist der Wärmeübergangskoeffizient (WÜK). Mit zunehmender Energieverknappung gewinnt seine genaue Kenntnis immer größere Bedeutung, wie die Entwicklung der letzten 20 Jahre zeigt. Wegen der vielen Einflußgrößen des komplexen Siedevorgangs, wie z. B. Wandüberhitzung, Druck, Stoffdaten, Wandrauhigkeit und -geometrie ist die genaue Ermittlung des WÜK nicht einfach. Aus diesem Grund sind selbst die Berechnungsgleichungen des WÜK für reine Stoffe noch mit großen Unsicherheiten behaftet und liefern sichere Ergebnisse nur dann, wenn mindestens ein experimenteller Meßwert bekannt ist. Noch komplexer gestaltet sich die Sachlage im Falle siedender Gemische, die - anders als für die meist auf siedende Reinstoffe beschränkten energetischen Anwendungen - für prozeßtechnische Anwendungen, z. B. in Chemie, Lebensmittelverfahrenstechnik und Erdöldestillation, die Regel sind. Dabei ist man noch mehr auf experimentelle Daten angewiesen, weil es allgemein anwendbare, d. h. alle Einflußparameter umfassende Berechnungsgleichungen für Stoffgemische noch nicht gibt.

Related